Der „Countdown“ beginnt

Kennt Ihr das? So gefühlt zwei Monate vor Weihnachten geht es los. Sowohl der Geschäftskalender, als auch der private Familienkalender werden voller und voller. Da reiht sich das Strategiemeeting neben die Plätzchenbackaktion ein und gefühlt kann man nicht mehr von To Do Listen sprechen – eher von To Do Büchern. Und in den Geschäften? Da beginnt ja Weihnachten mittlerweile direkt im Sommerschlussverkauf aber auch hier steigert es sich für mich gerade von Woche zu Woche. Heute Morgen war ich mit Sternchen den üblichen Wocheneinkauf erledigen: Wir sind gerade recht im Einkaufsladen drin, türmt sich direkt vor uns der Tisch mit Backutensilien für die Weihnachtszeit auf. Nicht mal zwei Meter weiter ging es dann mit den Weihnachtssüßigkeiten los. Es stapeln sich ja gerade Paletten von Nikoläusen, Lebkuchen, Pralinen und was sonst noch zu einer vermeintlich schönen Adventszeit gehört. Puh! Erstmal zum Bäcker, dachte ich mir. Also einmal quer durch und auf der anderen Seite wieder raus und beim Bäcker angestellt. Hier stand eine ältere Dame neben mir, die sich dann beim Bäcker ein paar Plätzchen mitnahm. Der Verkäuferin erzählte sie, dass sie allein ist und somit nicht mehr backt, sondern sich hier einfach ein paar mitnimmt. Vielleicht fragt Ihr Euch warum ich das erzähle? Oder befürchtet Ihr, dass ich jetzt die Moralkeule auspacke? Keine Sorge. Jeder soll so leben wie er möchte und jeder soll seine Adventszeit mit so viel Terminen und Süßigkeiten verbringen, wie er möchte. Hauptsache es geht jedem gut damit 🙂

Mich persönlich hat dieses kurze Gespräch während des Einkaufs jedoch beschäftigt. Ich möchte nicht, dass Sternchen Advent und Weihnachten lediglich mit Süßigkeiten und Geschenken verbindet. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, haben wir in der Adventszeit viel gelesen, Zeit miteinander verbracht, gebastelt, gebacken. Es war für mich als Kind eine ruhige, eine schöne Zeit, die ich immer sehr gemocht habe. Natürlich habe auch ich einen Adventskalender gehabt und auch ich einen Nikolaus bekommen. Gleichsam haben wir aber auch Spielsachen und Schokolade (ein Nikolaus reicht ja auch) an Kinderheime oder gemeinnützige Initiativen in der Umgebung weiterverteilt. Ich würde mir wünschen, dass Sternchen später mal ähnlich über Ihre Kindheitserinnerungen an den Advent spricht. Daher ist es mir derzeit ein Anliegen trotz dem ganzen Jahresendtrubel Ihr eine vor allem ruhige Adventszeit zu bereiten. Mit viel Zeit für gemütliche Stunden vor dem Ofen, Kerzenlicht und Büchern.

Denn wenn wir alle ehrlich gegenüber uns selbst sind, ist der Faktor Zeit doch häufig am wenigsten vorhanden. Dabei ist es genau die Zeit, die nicht käuflich ist und somit wesentlich wertvoller, als alle Geschenke dieser Welt. Vielleicht ist es dem einen oder anderen von Euch jetzt doch zu moralisch geworden oder zu philosophisch. Ich für mich jedenfalls werde weiter darauf rum denken, wie es möglich ist, trotz allen Terminen im Jahresendspurt (allein das Wort sagt ja eigentlich schon alles 😉 ) die Zeit nicht aus den Augen zu verlieren.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und drücke uns allen die Daumen, dass das Wetter für die St. Martins Umzüge heute Abend noch etwas besser wird.

Lasst es Euch gutgehen!

Eure

mrsickert

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