Gedanken zur Adventszeit

Die Adventszeit besteht für mich aus vielmehr, als Glühwein, Lebkuchen und Geschenke. Versteht mich nicht falsch – ich trinke gerne Glühwein, esse noch viel lieber Lebkuchen und ich schenke von Herzen gerne.

Jetzt denkt Ihr wahrscheinlich „Aha – und jetzt?“ Und jetzt möchte ich Euch – wenn Ihr mögt – ein bisschen teilhaben lassen an meinen Gedanken zur Adventszeit. Die Adventszeit (der Begriff stammt von dem lateinischen Wort adventus ab und bedeutet „Ankunft“) ist die Zeit, in der sich die christlichen Kirchen auf die Geburt Jesus vorbereiten – gefeiert wird dies dann an Heilig Abend.

Und auf was bereiten wir uns oftmals in der Adventszeit vor? Auf den Geschenkemarathon, den Besuchsmarathon und den Essensmarathon. Ich schreibe ganz bewusst Marathon – denn es ist doch (manchmal) nichts anderes, als ein langer Lauf, der anstrengend ist und hinterher ist man kaputter, als man eh schon in der Adventszeit war…

…dann kommt noch Silvester und schwupp di wupp ist der Alltag wieder da. Im schlimmsten Fall hat man sich auch noch mit der lieben Verwandtschaft gestritten und die Geschenke werden direkt nach Weihnachten in einen Gutschein umgewandelt – ist ja eh viel praktischer. Und dann? Dann starten wir in das Neue Jahr und nächstes Jahr beginnt der Marathon von vorne.

Sicherlich habe ich es gerade sehr überspitzt dargestellt aber wie sagt man so schön? In jedem Satz steckt ein Fünkchen Wahrheit.

Gerade seit ich Mama bin, mache ich mir sehr viele Gedanken über uns als kleine Familie, wir als Gesellschaft und wir Menschen, die wir die eine gemeinsame Welt haben.

Deshalb finde ich es persönlich schade, wenn die Adventszeit oftmals sehr stark durch Konsum geprägt ist und man Teile der Verwandtschaft tatsächlich nur an Weihnachten sieht, da es sonst nicht in den Alltag passt. Wäre es nicht viel schöner, wenn wir es alle schaffen würden im Alltag mehr Zeit für Freunde und Familie zu haben? Und nicht die Geschenke oder das Essen im Mittelpunkt stehen, sondern wir als Freunde, als Familie?

Und da nehme ich mich überhaupt nicht aus. Auch bei uns fliegen die Wochen oftmals nur so vorbei – bis jetzt zur Adventszeit. Dieses Jahr haben wir uns bewusst die Wochenenden freigeschaufelt, um Zeit zu haben. Zeit für uns als Familie aber auch Zeit für Besuche bei Freunden und Familie. Ebenfalls werden wir wieder hauptsächlich individuelle Kleinigkeiten schenken und die gemeinsame Zeit in den Mittelpunkt stellen. Zeit für gute Gespräche, Zeit für das Miteinander, Zeit für die Zeit.

Seit unser Sternchen unser Leben auf den Kopf gestellt hat, möchte ich nicht mehr mitmachen bei der immer schneller werdenden Welt. Damit meine ich jetzt nicht das Internet, die Globalisierung oder das Schlagwort „Industrie 4.0“. Damit meine ich, dass ich nicht von Termin zu Termin hetzen möchte und kaum Zeit habe durchzuatmen. Ich möchte Zeit haben für unser Sternchen, für uns als Familie und ich möchte meinen ganz persönlichen kleinen Beitrag für die Welt leisten, damit diese ein Stückchen besser wird.

Enden möchte ich mit einem Zitat von Karin Thießen, die mir mit Ihren Worten aus der Seele spricht:

Zum Advent

Die erste Kerze wird entzündet,

hell erstrahlt ihr warmer Schein.

Von Herz zu Herz in Liebe kündet,

Frieden auf Erden möge es sein.

Diesen Wunsch gar viele hegen,

in besinnlicher Vorweihnachtszeit.

Im Jahreslauf dies auch zu pflegen,

ein Segen – wären alle dazu bereit.

Hoffnungsvoll und mit Zuversicht,

dass wir Menschen daran denken.

Schau ich ins flackernde Licht,

so sollten wir uns auch beschenken.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine besinnliche und friedvolle Adventszeit.

Alles Liebe,

mrsickert

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