Türchen #23 – die Weihnachtsgeschichte

Hallo Ihr Lieben,

noch ein mal schlafen und dann ist es da – das Weihnachtsfest. Habt Ihr alle Vorbereitungen getroffen und seid schon entspannt im Urlaub oder heute noch hektisch in der Stadt unterwegs? Wir haben noch die letzten Vorbereitungen vor uns aber ganz entspannt und gemütlich.

Und so entspannt und gemütlich soll auch dieser Text heute für Euch sein. Schenkt Euch eine Tasse Tee ein oder brüht Euch einen Kaffee auf, setzt Euch gemütlich aufs Sofa und genießt (hoffentlich) ein paar Minuten in Ruhe diese Zeilen bevor Ihr dann wieder aufbrecht und die letzten Vorbereitungen für Weihnachten trefft. Ich habe Euch die Geschichte von Finn, der kleinen Maus mitgebracht:

Finn und das Weihnachtsmärchen

Es war einmal eine kleine Maus, die hieß Finn. Sie wohnte mit ihrer Familie in der Scheune auf einem Bauernhof. Sie fanden dort alles, was sie brauchten und daher waren sie glücklich und zufrieden. Bis zu dem Tag, an dem sich die kleine Maus Finn in das Haus des Bauern verlief. Zuerst war sie ganz verschreckt über die fremde Umgebung und die vielen Gerüche, die sie umgaben. Doch dann wurde sie neugierig. Irgendwie roch es hier zwar fremd, aber doch sehr interessant. Und Finn war schon immer eine sehr neugierige Maus gewesen. Also nahm sie allen Mut zusammen und lief los, immer ihrer Nase nach.

Nach kurzem Suchen fand sie die Quelle des tollen Geruchs und fand sich in der Speisekammer des Bauernhauses wieder. Wohin man auch sah, gab es Essen im Überfluss. Die kleine Maus hatte noch nie so viele leckere Sachen auf einmal in ihrem Leben gesehen und gerade in dieser Jahreszeit war das Angebot in der Scheune manchmal etwas knapp für all die Mäuse, die da wohnten. Denn es war Winter und der Vorrat an Körnern, Rüben und Kartoffeln, die dort lagerten, neigte sich langsam dem Ende zu. Und auch die inzwischen schrumpeligen Äpfel schmeckten nicht mehr so wie im Herbst, als sie eingelagert wurden. Aber hier war das Paradies auf Erden und Finn wusste überhaupt nicht, woran er zuerst knabbern sollte.

Plötzlich hörte Finn Stimmen und versteckte sich schnell zwischen den vielen Gefäßen in den Regalen. Er schaffte es gerade noch rechtzeitig hinter eine Schüssel mit leckerem Pudding, als die Tür aufging und zwei Frauen die Speisekammer betraten. Der braune Schokoladenpudding roch so gut, dass Finn beinahe alle Vorsicht vergessen hätte, um davon zu naschen. Aber die Frauen näherten sich schnell und so blieb Finn lieber in Deckung. Und das war auch gut so, denn die beiden Frauen suchten sich ein paar Lebensmittel aus den Regalen zusammen und griffen sich auch die Schüssel mit dem leckeren Pudding. Zum Glück unterhielten sie sich gerade und so bemerkten sie die kleine Maus nicht, die schnell hinter ein Glas mit sauren Gurken huschte. Gleich darauf verließen die zwei Frauen die Speisekammer, ließen aber die Tür offen stehen und unterhielten sich in der Küche nebenan über die bevorstehenden Feiertage. Und so erfuhr Finn von Weihnachten, dem Fest der Liebe und Besinnlichkeit und von den Bräuchen, die die Menschen damit verbanden.

Später am Abend, als Finn schon längst wieder bei seiner Familie in der Scheune war, da erzählte er den anderen Mäusen von dem Gespräch der beiden Frauen und diesem Weihnachten, was sie jedes Jahr feierten und wo es Geschenke für jeden gab. Die anderen Mäuse hörten aufmerksam zu und waren sofort Feuer und Flamme.
„Ich will auch Geschenke!“ rief die eine Maus.
„Ich auch!“ rief eine andere und schon sprachen alle aufgeregt durcheinander.
„Oh ja, ich auch!“
„Au ja! Und einen schönen Tannenbaum!“
Noch bis lange in die Nacht hinein unterhielten sich die kleinen Mäuse und machten Pläne für die kommenden Feiertage.

Von nun an war das ruhige Leben der kleinen Mäuse in der Scheune vorbei. Alle huschten geschäftig hin und her. Keiner hatte mehr Zeit und alle hatten Geheimnisse voreinander. Denn sie wollten sich alle gegenseitig übertrumpfen. Jeder wollte das beste, das größte und das schönste Geschenk vorzeigen können. Also suchten sie in allen Ecken der Scheune nach übrig gebliebenen Naschereien und besonders schön aussehenden Steinchen.

Auch Finn ließ sich anstecken und suchte fieberhaft nach einem tollen Geschenk, um das ihn alle anderen Mäuse beneiden würden. Doch alles, was es hier zu finden gab, war so durchschnittlich und gewöhnlich. Schon bald fiel ihm die Speisekammer wieder ein und die vielen leckeren Sachen, die es dort gab. Also machte er sich auf den Weg dorthin, ungeachtet der Gefahren, die auf dem Weg dorthin lauern konnten.

Und es kam, wie es kommen musste. Einen Moment lang passte Finn nicht auf und schon saß er in einer Mausefalle fest, die in der Ecke der Speisekammer ausgelegt war. Als Finn am Abend immer noch nicht zu Hause war, machte sich seine Familie große Sorgen. Keiner der Mäuse in der Scheune konnte in dieser Nacht ein Auge zumachen und schlafen. Und so begannen sie, sobald es hell wurde, die Scheune und die nähere Umgebung nach unserer kleinen Maus abzusuchen. Doch ohne Erfolg. Sie weiteten ihre Suche immer weiter aus, fanden Finn aber nirgendwo und kehrten irgendwann am Abend traurig in die Scheune zurück.

Die nächsten Tage waren die traurigsten, die die Mäuse in der Scheune je erlebt hatten. Zwar hofften sie immer noch, dass Finn zu ihnen zurückkommen würde, aber als er auch nach 2 Tagen immer noch nicht wieder zurück war, verloren sie alle Hoffnung. Es war Heiligabend, doch keiner der Mäuse hatte Lust auf das Fest, auf das sie sich alle so gefreut hatten. Am Abend saßen alle Mäuse in der Scheune zusammen, doch niemanden war zum Feiern zumute. Sie hatten ihre Geschenke in der Mitte zusammengetragen und betrachteten sie nachdenklich. Und nun schämten sich die kleinen Mäuse aus der Scheune auch für ihr Verhalten, welches sie in der letzten Zeit an den Tag gelegt hatten. Die neidischen Blicke, wenn eines von ihnen etwas Besonderes fand. Und auch für die Streitereien, die manchmal entstanden waren, wenn zwei Mäuse zum Beispiel eine kleine Nuss gleichzeitig entdeckt hatten und jeder sie für sich beanspruchen wollte. Früher hatten sie immer alles ehrlich miteinander geteilt, doch seit dieser Geist der Weihnachten über ihnen schwebte, hatte sich alles verändert. Und da begriffen sie endlich, was Weihnachten wirklich bedeutete: Viel wichtiger als alle Geschenke und ein prächtig geschmückter Baum war es doch, mit der gesamten Familie zusammen sein zu können. Denn nichts im Leben war so wichtig und wertvoll wie die Familie.

Kaum hatten sie das erkannt, als sie ein Geräusch vernehmen und sich umdrehten. Finn stand vor ihnen, etwas zerzaust und ziemlich hungrig, aber ansonsten wohlauf. Es war ihm letztendlich gelungen, sich zu befreien. Und so wurde es doch noch das schönste Fest, das die kleinen Mäuse in der Scheune je gefeiert hatten

(http://www.weihnachtssprueche.co/weihnachtsgeschichten-zum-vorlesen/)

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen entspannten letzten Tag vor Weihnachten.

Lasst es Euch gutgehen und vor allem genießt die Zeit mit Euren Lieben – das macht für mich Weihnachten aus, Zeit zu verbringen mit der Familie und Freunden.

Habt es weihnachtlich,

Sarah

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s