Elternzeit = Karrierebremse = Kreativzeit?

Hallo ihr Lieben,

endlich sitze ich mal wieder an meinem Sekretär im Büro – Sternchen schläft, Lieblingsmensch wurschtelt (wurschtelt = macht alles mögliche ;)) und ich bin glücklicherweise wieder einigermaßen fit! Nach meiner Erkältung zwischen den Jahren, hat mich letzte Woche auch noch eine Magen-Darm Grippe erwischt. So langsam reicht es mir und ich will jetzt einfach nur mal richtig gesund werden und bleiben!!! An alle Viren und Bakterien da draußen, lasst mich in Ruhe!!! So, soviel dazu 🙂

Zu meinem letzten Beitrag hat eine liebe Person einen Kommentar verfasst: „mrsickert, vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich beschäftige mich beruflich schon fast 10 Jahre mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf&Privatleben und meiner Meinung nach ist es auch deshalb nach wie vor ein Frauenthema, weil, Entschuldigung, „die Frauen“ es nicht zum Männerthema machen.“

Tja, ist schon was wahres dran oder was meint Ihr? Passend dazu der Bericht vom SWR, den ich Euch ja das letzte Mal empfohlen habe. Hattet Ihr Zeit reinzuschauen? Wenn nicht, kein Problem. Hier ist nochmal der Link dazu: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/familienfoerderung-in-baden-wuerttemberg-elterngeld-karrierebremse-fuer-ernaehrer/-/id=1622/did=18780220/nid=1622/1vz1ea/index.html.

Hier wird gezeigt, dass in Baden Württemberg 40 Prozent der Väter im Jahr 2014 Elterngeld in Anspruch genommen haben. Gefühlt sollten es mittlerweile etwas mehr sein – zumindest in unserem Bekanntenkreis haben fast alle Männer diese tolle Möglichkeit genutzt. Was mich in dem Bericht aber stört ist das Ergebnis einer Studie der evangelischen Hochschule Freiburg (Quelle: ebenfalls der Beitrag im SWR). Hier wird gesagt, dass Elternzeit eine Karrierebremse darstellen kann – vor allem für junge Väter!

Bevor ich mich jetzt über diese Tatsache direkt aufrege (wer mich kennt, weiß, dass ich mich durchaus gut aufregen kann 😉 ), möchte ich Euch auf einen anderen Artikel aufmerksam machen. Denn, wie soll sich denn was ändern, wenn die Väter weiterhin Vollzeit arbeiten, damit Sie bloß nicht benachteiligt sind? Und die Frauen sind es sowieso, weil Sie Kinder bekommen? Ihr seht, das passt (für mich) nicht zueinander. Aber erst mal ein kurzer Blick nach Schweden: Schaut mal rein in die Dezemberausgabe des Air Berlin Magazins. Ihr findet dieses unter http://magazin.airberlin.com/dezember-2016-airberlin-magazin-hort-auf-diese-stadt/56440054. Darin gibt es einen sehr spannenden und gut zu lesenden Artikel über die Musikszene in Stockholm – dort herrscht gerade eine wunderbare Aufbruchstimmung und ich hätte große Lust mir das mal vor Ort anzuschauen. Mal schauen, ob ich meinen Lieblingsmensch für einen Städtetrip nach Stockholm begeistern kann. Aber weg von den Urlaubsplänen wieder hin zum Thema. In diesem Artikel wird ebenfalls das Elterngeld angesprochen. Und zwar nicht als Karrierebremse, sondern als Möglichkeit seine eigene Firma zu gründen. Wie geht das? In Schweden hat man die Möglichkeit 16 Monate Elterngeld zu beziehen und zwar 80% (!) seines Einkommens. Im Vergleich – in Deutschland sind es 67%.

Ich weiß, jetzt kommen gleich wieder alle ABER – aber Sarah, Du kannst nicht einfach Schweden mit Deutschland vergleichen und aber Sarah, Schweden ist ein ganz anderes Land und aber Sarah, du beziehst Dich hier jetzt einfach nur auf zwei Artikel. Ich weiß, wissenschaftlich fundiert ist mein Blogbeitrag nicht. Muss er aber auch nicht. Mir geht es darum zum Nachdenken anzuregen. Und wenn Ihr mögt, lest weiter und bekommt einen Einblick in meine Gedanken…

…wie wäre es, wenn auch hier zu Lande mehr junge Väter und Mütter die Elternzeit bzw. das Elterngeld als Chance sehen könnten, was eigenes zu gründen? Das zu erforschen, was Sie schon immer interessiert hat? Dinge zu erschaffen, die uns als Gesellschaft voranbringen? Das wäre doch was! Und dann wären wir ganz schnell hinweg über all die Aussagen der Karrierebremsen. Ich habe es selbst an mir in der Elternzeit erlebt. Man bekommt eine andere Sicht auf viele Dinge, erlebt den Alltag völlig neu und sieht das Leben durch die Augen eines wunderbaren kleinen Menschen – diese Zeit möchte ich nicht missen und kann mir auch keiner mehr nehmen. Umso schlimmer, dass es in einigen Unternehmen anscheinend immer noch nicht gerne gesehen wird, wenn Männer in Elternzeit gehen oder dies eben als „Karrierebremse“ gewertet wird. Wieso? Habt Ihr eine Antwort? Ich habe keine. Dabei sind neue Sichtweisen doch toll – für die einzelne Person, die Gesellschaft, die Unternehmen. Tja und wie kommen wir jetzt weiter? Weiter kommen wir dann, wenn wir uns trauen, als Familie unsere eigenen Wege zu gehen – fernab von gesellschaftlichen Vorstellungen. Wege, die uns als Familien glücklich machen. Sei es, dass wir in der Elternzeit die Welt bereisen, eigene Unternehmen gründen, Elternzeit teilen, glücklich sind, was sagen, wenn wir im Unternehmen benachteiligt werden, für uns als Familie einstehen und es unseren Kindern mitgeben. Denn dann kann sich nachhaltig etwas ändern.

Und dafür langt es nicht, wenn wir „Frauen“ uns abstrampeln und es langt auch die Politik nicht. Dafür müssen wir alle daran arbeiten. Wir als Familien! In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderbaren Sonntag, freue mich auf Eure Rückmeldungen und vielen Dank, dass Ihr meine Artikel lest.

Alles Liebe,

Sarah

PS: Bald treffe ich mich schon mit der lieben Lena von Berriesandbuttercup – mal schauen, was uns da hübsches für Euch einfällt 🙂

 

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