Es ist doch gar nicht so schwer!!!

Hallo Ihr Lieben,

Sternchen schläft, Lieblingsmensch arbeitet im Garten und ich? Ich gehe auch gleich in den Garten an diesem wunderbaren Frühlingstag aber vorher möchte ich Euch von meiner Woche berichten. Denn diese Woche fand die Veranstaltung „Chancen der Digitalisierung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg statt. Ich hatte die Möglichkeit dort unser Unternehmerverständnis für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorzustellen, was mich persönlich sehr gefreut hat. Vorab wurde eine Studie von Roland Berger vorgestellt, die gezeigt hat, dass wir als Gesellschaft auf dem Weg sind aber längst noch nicht angekommen sind. Nach wie vor herrscht in den meisten Unternehmen eine Präsenzkultur. Nur, wenn man vor Ort ist, leistet man seinen Beitrag für das Unternehmen. Solange das natürlich der Fall ist, ist es schwierig, Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutreiben. Denn da rückt flexibles und ortsunabhängiges Arbeiten in den Mittelpunkt.

Aus meiner Sicht muss sich hier das kulturelle Verständnis für Arbeiten und Karriere verändern. Aber das ist ein Weg und kann nicht von heute auf morgen passieren. Ebenfalls muss jedem bewusst sein, dass nicht jegliche Arbeit mobil und ortsunabhängig möglich sein kann. Hier geht es dann vielmehr darum die Arbeitszeiten so zu gestalten, dass diese gut mit der Familie vereinbart werden können.

Ihr Lieben, was würde ich mir wünschen, dass wir hier alle gemeinsam als Gesellschaft daran arbeiten und für unsere Kinder die Veränderung vorantreiben. Ganz ehrlich, so schwer ist es doch gar nicht? Oder? Natürlich kann man tausend Argumente dagegen finden. Und dann? Dann ändert sich nichts und Sternchen bloggt später selbst über dieselben Themen wie Ihre Mama früher? Das kann und will ich nicht akzeptieren!

Und es gehen viele Unternehmen nach vorne. Die einen kleinere Schritte, die anderen größere Schritte. Aber genau das ist auch der richtige Weg. Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg hin zu flexiblen Arbeitsmodellen finden. Und wir als Gesellschaft? Wir sollten auch vorwärts gehen und das Thema nicht nur den Unternehmen überlassen – es geht uns ja alle etwas an.

Auf der Veranstaltung habe ich mich hinterher mit einer Frau ausgetauscht, die sich gewünscht hätte, dass die Redner auch mehr auf die „Gefühlswelt“ der Frauen eingehen. Also gibt es noch die Thematik „Rabeneltern“? Wie war das früher, wie ist das heute. Tja, wie war das früher? Für mich schwer zu beurteilen, da müsste meine Mama mal einen Gastbeitrag schreiben 🙂 Und wie ist es heute? Was mich etwas erschrocken hat, war dass das letzte Titelthema der Zeitschrift Eltern lautete “ Ich bleibe erst mal bei meinem Kind. Was ist falsch daran?“ Nichts oder seht ihr das anders? Und dann habe ich als sogenannte working mom den Artikel gelesen und dachte, das kann ja wohl nicht wahr sein. Einerseits werden die Mütter angegriffen, die für mehrere Jahre daheim bleiben und auf der anderen Seite werden die Mütter angegriffen, die relativ schnell wieder in den Beruf einsteigen. Und das im Jahr 2017. Haben wir nicht andere Probleme auf der Welt, die es zu lösen gibt? Also mir würden mehrere einfallen.

Und das ist ein Gesellschaftsthema. Das können keine Unternehmen für uns lösen, das kann keine Politik (egal welche Farbe) für uns lösen – das können nur wir als Mütter, Väter, Opas, Omas, Tanten, Onkels, Nichten, Neffen, Freundinnen und Freunde. Und wir können dann auch wieder die Unternehmen beeinflussen – hin auf dem Weg zu mehr Vereinbarkeit.

Die gezeigten Folien von der Veranstaltung kann ich Euch nur empfehlen. Diese werden auch veröffentlicht – wenn Ihr Interesse habt, gebt Bescheid, dann veröffentliche ich den Link dazu. Ein erster Bericht über die Veranstaltung ist schon online, schaut mal auf der Seite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg vorbei.

Und jetzt wünsche ich Euch ein tolles Wochenende und genieße die Sonne – ihr hoffentlich auch!

Alles Liebe,
Sarah

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